Rückblick: Eröffnung des „Weges der Erinnerung“ am 8. Mai 2026

Am 8. Mai 2026, dem 81. Jahrestag der Befreiung, wurde auf dem Rehabilitationsgelände an der Flemmingstraße der neue „Weg der Erinnerung“ feierlich eröffnet. Der Landesbeauftragte für Inklusion, Michael Welsch, gab mit seinem Beitrag den Startschuss für diesen besonderen Ort des Gedenkens und Lernens.

Der neu gestaltete Bereich versteht sich als inklusiver Lern- und Gedenkort. Er macht die Verbrechen der nationalsozialistischen Krankenmorde sichtbar und ermöglicht eine barrierefreie Auseinandersetzung mit diesem Kapitel der Geschichte. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Netzwerk sowie mit Mitarbeitenden, Auszubildenden und Teilnehmenden der SFZ-Gruppe wurde an die Opfer erinnert und zugleich ein starkes Zeichen für Menschlichkeit, Inklusion und gesellschaftliche Verantwortung gesetzt.

Die Veranstaltung begann am Denkmal der „Grauen Busse“. Von dort aus führte ein gemeinsamer Gedenkgang entlang der Namen der 395 Opfer bis zum Denkmal „GEDENKEN“. Rund 150 Gäste nahmen an der Eröffnung teil. In seiner Ansprache hob Michael Welsch die Bedeutung des neuen Ortes für die Erinnerungskultur in Chemnitz hervor. Auch Vertreter der Geschäftsführung der SFZ-Gruppe richteten Worte an die Anwesenden.

Musikalisch wurde die Zeremonie von einem Geiger begleitet. Im Anschluss nutzten viele Gäste die Gelegenheit, den „Weg der Erinnerung“ selbst zu erkunden und miteinander ins Gespräch zu kommen. Eine kleinere Gruppe vertiefte die Thematik anschließend beim gemeinsamen Ansehen des Films „Nebel im August“ und einer weiterführenden Diskussion.

Mit der Erweiterung des bestehenden Denkmals „GEDENKEN“, das bereits 2007 errichtet wurde, ist ein Ort entstanden, der Erinnern, Lernen und Begegnung miteinander verbindet. Entlang des Weges informieren Stelen, auch in Brailleschrift sowie über QR-Codes zugänglich über die Geschichte des Standorts und die Schicksale der Opfer. Ein Pavillon lädt zusätzlich zum Austausch ein.

Der „Weg der Erinnerung“ macht deutlich, dass fast 400 Menschen im Alter zwischen zwei und 79 Jahren von diesem Ort deportiert und ermordet wurden. Durch die barrierefreie Gestaltung wird ihre Geschichte für alle Menschen zugänglich gemacht und in einen Zusammenhang mit heutigen Fragen zu Inklusion, Menschenrechten und gesellschaftlicher Verantwortung gestellt.

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